Wir sind geöffnet … oder auch nicht!?

Restaurant in Bischkek mit Schild Мы открыты = Wir sind geöffnet Wenn bei einem Restaurant gerade ein Schild aufhängt wird auf dem Мы открыты (‘Wir sind geöffnet’) Мы открылись (‘Wir haben geöffnet’) steht, dann fragt man natürlich nicht noch mal nach ob die geöffnet sind, auch wenn sonst noch keine Gäste zu sehen sind. Die Frage wäre aber gar nicht so doof gewesen, wie wir dachten – das Restaurant hatte nämlich geschlossen.

So bekamen wir statt dessen die doofe Frage gestellt, was wir denn wollten? Na bestellen, natürlich.

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Wer nicht feiert, hat verloren.

Richard Heider mit Gedenkschleife zum Tag des Sieges Ein wenig irritiert war der ein oder andere schon mich mit der Gedenkschleife bei den Festivitäten zum Tag des Sieges zu sehen und ich wurde gefragt ob ich denn die Bedeutung der Schleife kenne[1]. Ich erklärte daraufhin, dass auch wir in Deutschland diesen Gedenktag haben, ihn allerdings aus offensichtlichen Gründen nicht ‘Tag des Sieges‘ sondern ‘Tag der Befreiung‘ nennen.

Zugegeben einen Moment musste ich schon nachdenken, wie ich mit dieser Situation umgehe und ob ich mir diese Schleife anstecken lasse. Die Antwort war aber schnell gefunden.

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Gitler kaputt

Berlin. Feier Tag des Sieges. Photo TASS

ITAR-TASS #1023929

Am 1945 unterschrieb Deutschland die Kapitulation. Deshalb gedenken wir in Deutschland am 8. Mai dem Tag der Befreiung. Die Amerikaner sind da etwas euphorischer und feiern den VE-Day. Einen Tag später, am 9. Mai, feiert Kirgistan, ebenso wie Russland und die restlichen GUS Staaten, den Tag des Sieges.

Wikipedia begründet diesen Zeitunterschied mit der Tatsache, dass die letzte Unterschrift am 9. Mai um 0:16 Uhr erfolgte. So formuliert ist das natürlich Quatsch!

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Migrationshintergrund: Meine Integrationsgeschichte

Einzug in Bischkek, Ankunft mit Koffern und Taschen, Warten vor der Haustür Seit genau einem Jahr bin ich der Ausländer der sich zu integrieren hat, während alle um mich herum eine Sprache sprechen, die ich nicht beherrsche. Ich lebe in einer fremden Kultur, mit einer mir fremden Religion und fremden Gebräuchen. Wie sieht es denn nun mit meinen Integrationswillen aus? Wie verhält es sich mit meinen kulturell-religiösen Werten? Bin ich als Auswanderer aus einem Land in dem deutlich diskutiert wird, was man von Ausländern erwartet, der bessere Immigrant?

In Kirgistan spricht man kirgisisch, eine mit dem Türkischen verwandte Sprache. Die meisten Menschen hier sind Muslime. Im Kontext der deutschen Dauerdiskussion zum Thema Integration und bezüglich der Frage „Gehört der Islam zu Deutschland“ also ein interessanter Rollentausch.

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Tattoo in Bischkek

Tattoo in Bishkek by Nikita, Taetowierung in Bischek Hier in Kirgistan werde ich gelegentlich mit Geschäftskonzepten konfrontiert, die mir so nicht geläufig waren. Zwei interessante Blogeinträge zum Thema Tätowierungen in Bischkek waren Grund genug dieses Thema einmal zusammen zu fassen.

Ich weiss nicht ob es mit damit zusammenhängt, dass die Sprachschulen Bischkeks einen ganz bestimmten Typ ‚Native Teacher‘ anziehen, aber sogar zwei Blogger setzen sich ausführlich mit den Thema Tattoos auseinander.

Interessanterweise hatten auch beide zuerst Bedenken wegen der erhältlichen Qualität und der ortsüblichen Hygiene, was ich aber nur bedingt nachvollziehen kann. Auch im medizinischen Bereich gibt es durchaus ansehnliche Praxen hier in Bischkek.

Die in deutschen Großstätten üblichen Tattoo-Studios sucht man in Kirgistan wohl vergeblich. Auch seien Tätowierungen eher bei der russischen Bevölkerung gefragt, während Kirgisen eher Permanent Makeup nachfragen. Diese Nachfrage nach kosmetischen Tätowierungen erklärt wohl die enge Kooperation zwischen Schönheitssalons und Tätowierern wie Nikita, der lange über kein eigenes Studio verfügte, sondern sich in besagten Salons einmietete.

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Junges Design und fehlender Kontext

Studentenwettbewerb in kirgisischen Nationalmuseum in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulpturen, Handwerk, Kostümdesign und Grafik-Design. Woran orientieren sich Zwanzigjährige in einem Land das genau so alt ist wie sie? Eine Studentenausstellung macht deutlich wie schwer das ist, aber auch dass die Jugend in Kirgistan den Leistungsvergleich will.

Es ist nun schon ca. zwei Monate her, dass ich eine Ausstellung mit den Thema “Tradition und Innovation in Kunst, Design und Architektur” im kirgisischen Nationalmuseum der schönen Künste besuchte, aber diese Ausstellung geht mir immer noch durch den Kopf.

Die Ausstellung zeigte die Ergebnisse eines Studentenwettbewerbs. Mehrere Universitäten und Akademien hatten in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulpturen, Handwerk, Kostümdesign und Grafik-Design zu themenbezogenen Arbeiten aufgerufen.

Im Gedächtnis blieb mir diese Ausstellung nicht etwa weil die Qualität der Exponate so beeindruckte – die Jury thematisierte offen die durchschnittliche Qualität der eingereichten Arbeiten. Bemerkenswert war die Resonanz der Ausstellung und der Einblick den sie in die Wahrnehmungswelt der Studenten gab. Die rege Teilnahme bei den eingereichten Arbeiten und die beeindruckend hohe Anzahl der Besucher, die sich stark aus dem Netzwerk der Teilnehmer rekrutierten, zeigte ein hohes Interesse Leistung zu bringen und sich der Kritik eines Fachpublikums zu stellen.

Jury Studentenwettbewerb in kirgisischen Nationalmuseum in den Bereichen Malerei, Zeichnung, Skulpturen, Handwerk, Kostümdesign und Grafik-Design. Seit dem Ende der Sowjetunion gab es in Kirgistan keine Möglichkeit mehr sich im studentischen Wettbewerb zu messen. Diese Veranstaltung war die erste ihrer Art seit der Unabhängigkeit des Landes. Ich hatte den Eindruck die Studenten kirgisischer Universitäten entwickeln sich noch relativ losgelöst vom Rest der Welt. Man scheint nicht so richtig zu wissen wo man steht mit der Kunst an kirgisischen Universitäten. Ursprünglich gab es in Bischkek nur drei Universitäten die sich mit Kunst beschäftigten und alle davon ausschliesslich mit gegenständlicher Kunst. Heute gibt es etliche kreative Fakultäten an verschiedenen Hochschulen, aber eine Vernetzung dieser kreativen Abteilungen fehlte bislang. So war also das erste Resultat dieser Ausstellung das Zusammenführen und die Vernetzung der Professoren und Studenten aller kreativen Fakultäten und die daraus resultierende gemeinsame Diskussion der Beiträge.

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Einzigartige Reise

Poster: Unique Journey exhibition at the Bishkek national art museum. Heute eröffnete eine bemerkenswerte Ausstellung in Bischkek, die sich mit dem Leben in Kirgistan von 1932 bis 2010 auseinander setzt. Unter dem Titel „Unique Journey“ präsentiert das Nationalmuseum der feinen Künste in Bishkek auf der Basis der Arbeiten von vier Künstlern ein Kaleidoskop von Impressionen des Lebens in Zentralasien über einen Zeitraum von fast 80 Jahren.

Die Zeitreise durch das Leben in Zentralasien beginnt mit den Fotographien der 1903 geborenen Schweizerin Ella Maillart, die zwischen 1932 und 1937 mehrmals Zentralasien bereiste und ihre Eindrücke in einzigartigen Zeitdokumenten verewigte. Die Fotographien dokumentieren den in dieser Zeit einsetzenden Transformationsprozess der Region durch die sowjetische Entwicklungsarbeit. Sie zeigen die ersten Veränderungen dieser Nomadenkultur auf dem Weg in die Seßhaftigkeit. Die Ausstellung zeigt hauptsächlich Aufnahmen aus Bishkek (damals Frunze), Karakol, Taschkent, Alma-Ata und aus Samarkand.

Den Gegenpol zu Maillarts historischen Fotos bilden die Fotographien der vergessenen Normaden im ‚Kleinen Pamir‘ in Afghanistan. Auf diesem zwischen 3600 und 4500 Meter ü.d.M liegenden Hochplateau, leben fast isoliert von der Aussenwelt ca. 1500 kirgisische Normaden in verstreuten Ansiedlungen. In einer Expedition besuchte Dao Truong die abseits jeder touristischen Infrastruktur lebenden Stämme und dokumentierte deren Leben in beeindruckenden Fotographien.

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Frühlingsanfang im Hippodrom

Pferderennen im Hippodrom in Bischkek Wie ein Rennpferd an Nooruz den Kirgisen beibrachte was intrinsische Motivation bedeutet.

Anlässlich großer nationaler Feste, wie dem muslimischen Frühlingsfest, werden im Hippodrom in Bischkek Pferderennen veranstaltet und traditionelle Reiterspiele wie ‚Ulak Tartisch‘ und ‚Kyz-Kumai‘ veranstaltet. Das Hippodrom ist eine Kombination aus einer klassischen Pferderennbahn und einem integrierten Ulak Tartisch Platz auf der Geraden vor der Haupttribüne.

Der Besuch einer solchen Veranstaltung ist auf jeden Fall eine Attraktion – alleine schon wegen ihrer Authentizität. Das Publikum ist überwiegend kirgisisch – die kirgisischen Männer sind hier merklich in der Überzahl, trotz der ebenfalls zahlreich anwesenden kirgisischen Familien. Zwischen Eingang und Tribüne wird ein kleiner Park bevölkert von Buden, die Speisen und Getränke anbieten. Auch das Veranstaltungsprogramm ist echt kirgisisch.

Nach einigen Vorrennen, den Hauptrennen uns einem Pausenkonzert starteten die lang ersehnten Reiterspiele.

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Deutsche Bücher mit dem Kindle importieren

Kindle PR Foto by AmazonWenn man in Kirgistan lebt wird man leicht zum Fan der neuen elektronischen Bücher. Zwar verfügt die staatliche Bibliothek über einen deutschen Lesesaal, der verblasst jedoch vor der Möglichkeit sich innerhalb von 5 Minuten ein brandneues deutschsprachiges Buch zuzulegen oder eine aktuelle Tageszeitung oder Die Zeit beim Frühstück lesen zu können.

Der Markt an fremdsprachigen Büchern in Bischkek ist überschaubar. Im Zentrum sieht man gelegentlich ein paar englischsprachige Bücher im Angebot und vielleicht kann man mit etwas Geduld bei der zentralen Filiale der Buchhandlung ‚Rarität‘ Bücher aus dem Ausland bestellen. Ich habe es nie probiert, da das nächste Buch dank Internet nur einen Klick entfernt ist.

In das Gepäck eines Reisenden und Auswanderers gehört heutzutage ein Kindle oder ein vergleichbarer e-book Reader. Nicht nur das sich die ganze Reisebibliothek auf die paar Gramm reduziert, die der Reader wiegt. Vor allem die leichter Beschaffung neuen Lesestoffes ist ein wichtiges Argument. Besonders komfortabel ist das Model mit eingebautem 3G. Im Klartext heisst das, dass der 3G Kindle das Mobilfunknetz verwendet um neue Bücher zu erhalten. Bei Readern ohne 3G muss man diese erst mit dem Computer über das Internet herunter laden und dann manuell auf den Reader aufspielen. In Kirgistan verwendet der Kindle 3G jedoch nicht das schneller 3G Netzwerk, dass sich derzeit erst im Aufbau befindet, sondern das langsamere EDGE Netzwerk. In der Praxis hat das aber keine Bedeutung, da die Datenmengen von Büchern nicht sehr groß sind. Auch mit EDGE befindet sich ein gekauftes Buch normalerweise innerhalb von fünf Minuten auf Ihrem Gerät und sie können mit dem Lesen beginnen.

Der Markt an E-Books beginnt derzeit zu boomen und so bieten neben dem Kindle Hersteller Amazon mittlerweile auch Apple und Google E-Books zum Kauf an.

Ein besonderes Gefühl ist es die aktuelle heimische Zeitung zum Frühstück lesen zu können. Auf dem Kindle sind derzeit Süddeutsche Zeitung, FAZ und die Wochenzeitung ‚Die Zeit‘ direkt verfügbar. Neben den Abonnements ist der Einzelkauf von Ausgaben möglich. Angebote wie die taz können zusätzlich über das Internet erworben und manuell auf den Kindle übertragen werden.

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Modern Singing

Dieter Bohlen von Modern Talking bei Solo Auftriff in Moskau Zwei Überbleibsel der 80er Jahre begegnen einem in Kirgistan überraschend oft: Lenin Statuen und Dieter Bohlen. Wie Lenin wurde auch Modern Talking nie von Podest gestoßen und so kommt es das die inoffizielle Hymne einer kirgisischen Taxifahrt ‚Cheri, Cheri Lady’ ist, welches im Wechsel mit der bei uns längst vergessene C.C. Catch erklingt.

You’re My Heart, You’re My Soul‘ ist aber auch ein musikalisches Meisterwerk verglichen mit den meisten Werken die die volkstümliche und populäre kirgisische Schlagermusik so hervorbringt. Dagegen wirkt der Beat in Bohlens Kompositionen wie ein Schlagzeugsolo und der Gesang ist, wenn man den nicht vorhanden Inhalt der Texte ignoriert, wenigsten von ein wenig Stimme getragen.

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Kaffee ohne ‘Instant’

Kaffee Bohne Sierra Kaffee Kirgistan ist ein Teetrinker-Land. Als Kaffeetrinker bekommt man das schmerzlich zu spüren, denn Kaffee heisst hier meistens Nescafé. So präsentiert selbst der Beta-Store, einer der größten Supermärkte mit 3 Filialen in Bischkek, auf ca. 2 Regalmetern fast ausschliesslich lösliche Kaffees. ‚Richtiger‘ Kaffee – Fehlanzeige – von ein paar verlorenen Packungen türkischen Mokkas mal abgesehen.

In den großen Hotels gibt es freilich einen guten Cappuccino – allerdings zu Preisen wie in Europa. In einem Hotel war die Karte der Lobbybar sogar in Euro ausgezeichnet.

Aber wie an so vielen Ecken hier in der Hauptstadt Kirgistans merkt man den Einfluss der Globalisierung und es bildet sich auch hier eine noch kleine aber wachsende Gruppe von Kaffeeliebhabern und an Kaffeebars, die sie bedienen. Auch kleine gemütliche Cafés entstehen an diversen Ecken der Stadt und bieten ein Kaffeeangebot auf internationalem Standard.

Team Sierra Coffee Bishkek, Barista Training Session Es bleibt also die Problematik guten Kaffee zu bekommen. Glücklicherweise beschlossen eine Gruppe Kaffeeliebhaber dieses Problem an der Wurzel zu packen und machten ein Geschäftsmodell daraus. Sie investierten in eine Röstmaschine und einige andere Geräte und begannen damit unter dem Namen Sierra Kaffee (Sierra Кофе) selbst Bohnen zu rösten und den frisch gerösteten Kaffee an Cafés und Läden zu liefern. Da leider die größten Supermarktketten dieses Landes die Wichtigkeit eine guten Kaffees noch nicht erkannt haben, ist die Beschaffung mit etwas Ortskenntnis verbunden. Wohl genau deshalb bietet Sierra auch die Bestellung im Webshop und die Lieferung nach Hause an.

Neben den Outlets von Sierra gibt es Kaffee der Marke Jadin in der Supermarktkette Narodny. Darüber hinaus scheinen nur vereinzelte Cafés zu existieren, die auch richtigen Kaffee (Bohnen oder gemahlen) verkaufen.

Die Kaffee Bar mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis, die mir bislang untergekommen ist, ist „Barista“ im obersten Stockwerk des Vefa Centers. Hier gibt es einen hervorragenden Cappuccino für 100 Som. Die meisten anderen Bars nehmen zwischen 150 und 180 Som für einen Cappuccino.

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Faschingskrapfen

Donut Box von Toms Donuts in Bischkek Kirgisistan mit Donut auf Teller und Teekanne In Bayern gehören die Krapfen zum Fasching wie der Karneval zu Köln. Wo ich leckere Krapfen am wenigstens vermutet hätte sind bei einer nach amerikanischen Stil von Koreanern betriebenen Donut-Kette in Kirgistan – aber genau da habe ich sie gefunden.

Anfangs konnten mich die amerikanischen Teigringe nicht reizen obwohl die kleinen Buden von Toms Donuts schwer zu ignorieren sind und aufgrund des bunten Designs in den eher gedeckten Farben Bischkeks schon ins Auge stechen. Aber irgendwann habe ich mich dann doch gefragt warum ein Großteil der schön präsentierten Donuts kein Loch in der Mitte haben und ausserdem noch ‚Бавария‘ (Bavaria) heissen. Was ich dann beim Biss in meinen Testkauf schmeckte, überraschte mich doch sehr: Echte Krapfen mit Marmeladenfüllung! In der Form ein bisschen flacher als in Deutschland üblich, aber geschmacklich doch identisch.

Und weil man auch in der Fremde nicht aus seiner Haut kann gibt es heute am Faschingsdienstag erst mal ein schönes ‚Sixpack‘ zum Tee. Den Faschingsumzug muss ich mir freilich in meiner Fantasie ausmalen.

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20 Jahre deutsch-kirgisische Beziehungen

Vetscherni Bischkek Cover with Sraega Im Februar vor 20 Jahren, nur ein knappes halbes Jahr nach Gründung der Kirgisischen Republik, nahm Deutschland als eines der ersten Länder mit Botschaftspräsenz in dem neuen Land, die diplomatischen Beziehung auf. Anlässlich dieses Jubiläums, gab die deutsche Botschafterin der Zeitung ‚Vetscherni Bischkek‘ (VB) ein Interview über Ergebnisse und Ausblick der 20-jährigen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kirgistan.

Deutschland ist diplomatisch und entwicklungspolitisch sehr stark in Kirgistan präsent. So fragt VB auch gleich zu Beginn des Interviews nach der Motivation einer ‚so entwickelten und wirtschaftlichen starken Nation wie Deutschland‘ sich in Kirgistan zu engagieren. Explizit wird gefragt ob dies mit der anfänglich starken deutschstämmigen Minderheit in Zentralasien zu tun gehabt habe.

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Ich fahre gerne Marschrutka

Marschrutka Bischkek Linie 196 - Perspektive von innen hinter Fahrer Eigentlich mag ich Marschrutka fahren. Bei all dem Gedränge und dem Durchgeschüttelt werden stellt die Fahrgastzelle des Minibusses, der das Rückrat des kirgisischen ÖPNV darstellt, einen gesellschaftlichen Mikrokosmos dar, in dem sich Kirgistan von seiner besten Seite zeigt. Die meisten Menschen bewegen sich in den Marschrutkas von A nach B, denn an Flächenabdeckung und Intervall-Dichte sind die Minibusse nicht zu überbieten.

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